Kontrast

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Der Umgang mit Betroffenen und sich selbst

Da die Veränderungen im Gehirn von Menschen mit Demenz nicht umkehrbar sind, ist es wichtig, die betroffene Person so anzunehmen, wie sie ist, und das zu akzeptieren, was sie tatsächlich leisten kann.

 

Schaffen Sie Beständigkeit

  • Halten Sie so lange wie möglich an Altbewährtem fest.

  • Führen Sie unvermeidbare Änderungen in Handlungsabläufen oder bei der Wohnungseinrichtung nur langsam und schrittweise ein.

  • Verbinden Sie Neuerungen (beispielsweise Trocken- statt Nassrasur) mit möglichst angenehmen Gefühlen, wie etwa einem wohlriechenden Rasierwasser.

  • Führen Sie feste Zeiten für Essen, Zubettgehen, Beschäftigungs- und Ruhephasen ein.

  • Schaffen Sie durch positive Haltung und Geduld eine Atmosphäre, in der sich die betroffene Person entspannt und sicher fühlt. 

  • Weisen Sie nie auf Defizite hin.

  • Lassen Sie ihr bei den täglichen Abläufen und Gesprächen ausreichend Zeit.

  • Suchen Sie sich Unterstützung bei der Betreuung, wenn Sie aus Zeitgründen oder anderen Motiven nicht die erforderliche Geduld aufbringen können.

Aktivieren Sie verbliebene Fähigkeiten, zum Beispiel mit:

  • Bewegungsübungen

  • Musik- und Kunsttherapie

  • Einbeziehung in Haushaltstätigkeiten, Unterstützung bei der Körperpflege

  • Förderung der Kommunikation

  • Wahrnehmungsübungen und Anregung der Sinne

  • Wiederbeleben alter Erinnerungen und vertrauter Aktivitäten (sogenannte Biografiearbeit)

Denken Sie an die eigene Entlastung

  • Pro Woche sollten ein ganzer Tag und möglichst eine Nacht frei sein.

  • Abwechslung vom Betreuungsalltag bringt oft die größte Entspannung – Begegnung mit vielen Menschen anstatt Konzentration auf einen einzelnen, Bewegung an frischer Luft, statt still zu Hause zu sitzen.

  • Autogenes Training (Form der Selbsthypnose) oder andere entspannende Techniken können helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten entsprechende Kurse an.

  • Tauschen Sie sich mit anderen Betreuenden aus und nehmen Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen auf.

  • Suchen Sie emotionale Unterstützung bei Ihrer Familie, im Freundeskreis oder bei professionellen Helferinnen und Helfern.

  • Überfordert Sie Ihre Aufgabe, setzen Sie Prioritäten: Widmen Sie sich zunächst dem dringlichsten Problem und suchen Sie eine Lösung.

Kontakt aufnehmen

Alzheimer-Gesellschaft Ratzeburg
im Herzogtum Lauenburg e.V.

 

Vorsitzende: Dörte Siemers

 

Wasserkrüger Weg 7 (DRK-Praxisklinik)
23879 Mölln

 

tel (0177) 699 2092

 

web www.alzheimer-gesellschaft-ratzeburg.de

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