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Die häufigsten Demenzformen

Demenz ist nicht gleich Demenz - es gibt viele unterschiedliche Formen, Ursachen und Verläufe.

 

Doch zunächst gibt es Dinge, die das Risiko für die Entwicklung einer Demenz erhöhen: 

  • Alter (häufiger bei 65-Jährigen oder Älteren)

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

  • Hoher Blutzucker (Diabetes)

  • Übergewicht oder Fettleibigkeit

  • Rauchen

  • Übermäßiger Alkoholgenuss

  • körperlich inaktiv sein

  • Sozial isoliert sein

  • Depression

  • Zu wenig und schlechter Schlaf

  • Schlechtes Hör- und Sehvermögen

Mit dem Begriff „Demenz“ wird eine Vielzahl von Symptomen zusammengefasst, die sich durch eine krankheitsbedingte Hirnleistungsminderung zeigen und durch unterschiedliche Erkrankungen ausgelöst werden.

 

Im Folgenden sind die wichtigsten Formen von Demenz benannt und erläutert:

1. Alzheimer-Demenz

Mit etwa 60 bis 70 Prozent ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Form der Demenz. Sie beginnt schleichend mit Gedächtnisstörungen, später kommen Orientierungsprobleme, Sprachstörungen und Verhaltensänderungen hinzu. Ursache sind Eiweißablagerungen im Gehirn (Amyloid und Tau), welche die Kommunikation der Nervenzellen untereinander erschweren und verhindern.

2. Vaskuläre Demenz

Hier liegt die Ursache in Durchblutungsstörungen des Gehirns, häufig nach Schlaganfällen. Der Verlauf ist oft stufenweise. Typisch sind plötzliche Verschlechterungen und ein Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen.

3. Frontotemporale Demenz (FTD)

Diese tritt meist bei jüngeren Menschen (zwischen 50 und 60 Jahren) auf und äußert sich durch auffällige Persönlichkeitsveränderungen, Enthemmung oder Sprachstörungen. Im Vordergrund steht nicht das Gedächtnis, sondern das Verhalten und die Sprache.

4. Lewy-Körper-Demenz

Diese Form zeigt sich durch starke Schwankungen der Aufmerksamkeit, optische Halluzinationen und Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen. Betroffene reagieren häufig empfindlich auf bestimmte Medikamente (Neuroleptika).

5. Demenz bei Parkinson-Krankheit

Im Verlauf einer Parkinson-Erkrankung kann es zu kognitiven Beeinträchtigungen kommen. Im Gegensatz zur Lewy-Körper-Demenz stehen die motorischen Symptome hier meist an erster Stelle.

6. Demenz bei Chorea Huntington

Eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, die zu unwillkürlichen Bewegungen, kognitivem Abbau und psychiatrischen Symptomen führt.

7. Alkoholdemenz / Wernicke-Korsakow-Syndrom

Verursacht durch chronischen Alkoholmissbrauch und Vitamin-B1-Mangel. Typisch sind Orientierungsstörungen, Gedächtnisverlust und Konfabulationen (Erfindung von Erinnerungen).

8. chronische traumatische Enzephalopathie (CTE)

Diese Form der Demenz kann durch jahrelange wiederholte Kopfverletzungen entstehen, etwa bei Profi-Fußballern oder Profi-Boxern.

9. HIV-assoziierte Demenz

Bei fortgeschrittener HIV-Infektion können Demenzsymptome auftreten, die mit Bewegungsstörungen sowie kognitivem Abbau einhergehen

10. Mischdemenz

Eine Kombination aus mehreren Formen, z. B. Alzheimer und vaskuläre Demenz. Diese ist besonders häufig und macht die Diagnose komplexer.

Kontakt aufnehmen

Alzheimer-Gesellschaft Ratzeburg
im Herzogtum Lauenburg e.V.

 

Vorsitzende: Dörte Siemers

 

Wasserkrüger Weg 7 (DRK-Praxisklinik)
23879 Mölln

 

tel (0177) 699 2092

 

web www.alzheimer-gesellschaft-ratzeburg.de

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